20150709

zwischen wollen und werden

Ich denke, zu den schwersten Dingen der Welt gehört es, sich selbst zu akzeptieren. Mit Fehlern klarzukommen, das Versagen auszuhalten, versuchen den Perfektionsdrang zu ignorieren. 

Vielleicht sind das nicht gerade meine Stärken. Und vielleicht gehöre ich nicht zu den Menschen, die irgendwann mit sich selbst zufrieden sein werden. Dieser Traum lebt doch in uns allen. Der Drang, dieses unendliche Verlangen nach Perfektion, Erfolg, Disziplin und Schönheit. Vielleicht ist es ein wahnsinniger Traum. Aber vielleicht auch nur das tiefe Verlamgen sich endlich zu beweisen, endlich stolz sein zu können. 
In den letzten Wochen ist es schlimmer geworden. Die kritischen Blicke, die ich mir selbst jedesmal, wenn ich an einem Spiegel vorbei gegangen bin, zugeworfen habe. Veränderungen, die mich verwirrt haben, vor denen ich schreckliche Angst habe. Vielleicht fehlt mir nur Kontrolle. Mehr Bewusstsein für das, was ich tue. Mehr Disziplin und Ausdauer. Es ist der Drang sich zu beweisen, Disziplin zu zeigen, Kontrolle. Ich will dieses nächste Jahr mit Stolz beginnen können. Ich will mich nicht mehr schämen, sobald ich die kühlen, wunderschönen Flure betrete. Ich will nie mehr Versagen. Ich will glücklich sein, trotz der Veränderungen.


"Veränderungen sind nie gut." 

Dr. Sheldon Lee Cooper 

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